Leerstand ist selten ein Einzelfall und nie nur ein Immobilienthema: In Innenstädten bedroht er Frequenz und Aufenthaltsqualität, in Gewerbegebieten bindet er Flächen, die andernorts fehlen. Wirksames Leerstandsmanagement beginnt deshalb mit einem vollständigen, aktuellen Überblick – und lebt davon, Eigentümer, Objekte und Interessenten dauerhaft im Blick zu behalten. Genau das leistet ein CRM.
Das Leerstandskataster: mehr als eine Liste
Zu jedem Objekt gehören die Informationen, die über eine Nachnutzung entscheiden:
- Objekt: Lage, Fläche, Zuschnitt, Zustand, Schaufensterfront, Barrierefreiheit
- Historie: Vornutzung, Leerstandsdauer, bisherige Vermarktungsversuche
- Konditionen: Mietvorstellung, Nebenkosten, Umbaubereitschaft des Eigentümers
- Eigentümer und Verwalter: als Kontakte mit dokumentierten Gesprächen
- Status: verfügbar, in Verhandlung, vermietet, Zwischennutzung
Gerade die Leerstandsdauer und der Eigentümerkontakt machen den Unterschied: Wer sieht, dass ein Lokal seit 18 Monaten leer steht und der Eigentümer zuletzt vor einem Jahr angesprochen wurde, kann gezielt aktiv werden – mit Argumenten, Fördermöglichkeiten oder Zwischennutzungsideen.
Nutzungssuchende systematisch erfassen
Auf der anderen Seite stehen Gründerinnen, Filialisten, Kreative und expandierende Betriebe, die Räume suchen. Ihre Suchprofile – Branche, Flächenbedarf, Lagewunsch, Budget – werden wie beim Gewerbeflächenmanagement als aktive Gesuche geführt. Kommt ein neues Objekt herein, zeigt das Matching sofort, wem es angeboten werden kann. Und meldet sich ein Interessent, sehen Sie auf einen Blick alle passenden Objekte – inklusive der Ansprechpartner auf Eigentümerseite.
Vom Kataster zur aktiven Innenstadtarbeit
Leerstandsmanagement ist Beziehungsarbeit mit vielen Beteiligten: Eigentümer, Hausverwaltungen, Makler, Citymanagement, Interessenten. Das CRM dokumentiert alle Aktivitäten je Objekt, erinnert per Wiedervorlage an Nachfassgespräche und liefert die Kennzahlen, die Politik und Öffentlichkeit interessieren: Leerstandsquote je Lage, durchschnittliche Leerstandsdauer, erfolgreiche Neuvermietungen pro Jahr – auf Wunsch aufbereitet für Berichte.
Praxis-Tipp: Erfassen Sie Leerstände mit Fotos und begehen Sie kritische Lagen regelmäßig – ein halbjährlicher Rundgang mit Tablet hält das Kataster aktuell. Veraltete Leerstandsdaten beschädigen die Glaubwürdigkeit des gesamten Angebots.
Ob als eigenständiges Kataster oder als Baustein einer umfassenden Lösung mit Immobilienvermarktung: Wir zeigen Ihnen gern, wie Leerstandsmanagement in Ihrer Stadt praktisch aussehen kann.